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Konsumklima verbessert sich erneut

Das Konsumklima setzt seinen Aufwärtstrend fort. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung steigen noch einmal an. Dies sind Ergebnisse der aktuellen GfK-Konsumklimastudie. Zudem verbessere sich die Anschaffungsneigung. Der Gesamtindikator prognostiziere nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten, teilte das Marktforschungsunternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Im langfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch weiter auf einem relativ niedrigen Niveau. Nachdem nach letzten Meldungen verschiedener Wirtschaftsinstitute die Talfahrt der deutschen Wirtschaft gestoppt scheine, habe sich der Konjunkturpessimismus weiter verringert. Somit hätten die Konjunkturerwartungen zum fünften Mal in Folge zugelegt. Die Inflation verschwinde, den Verbrauchern bleibe mehr Geld im Portemonnaie. Dies drücke sich in steigenden Einkommenserwartungen aus.

Stabile oder sogar rückläufige Preise sowie ein weiterhin verhältnismäßig stabiler Arbeitsmarkt sorgten dafür, dass auch die Anschaffungsneigung steige. Ob dieser positive Trend auch künftig anhalten werde, hänge jedoch davon ab, inwieweit sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres eintrübe. Ein starker Anstieg der Erwerbslosigkeit würde sicherlich auch das Konsumklima belasten, heißt es in der Mitteilung.

Anzeigenblätter steigern Marktanteil an den Werbeumsätzen

Die Verschiebungen unter den Medien halten an. Wie bereits an anderer Stelle hier auf der Seite dargestellt, gewinnen die kostenlosen Zeitungen Marktanteile. Das zeigt sich auch an den Werbeeinnahmen unter schwierigen Marktbedingungen. Für das Jahr 2009 rechnet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) rechnet konjunkturbedingt mit einem Minus zwischen 5 und 8 Prozent der Werbeumsätze im Vergleich zum Vorjahr. Bereits im vergangenen Jahr seien die Nettowerbeeinnahmen der Medien um 2,2 Prozent auf 20,36 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte der ZAW mit.

Unter den größten Werbeträgern legten die Anzeigenblätter in Deutschland als einzige zu. Sie konnten ihren Umsatz um 1,9 Prozent auf 2,008 Milliarden Euro steigern. Besonders stark betroffen von den zurückgehenden Werbeeinnahmen sind vor allem die Publikumszeitschriften, die einen Rückgang auf 1,7 Milliarden Euro (- 7,1 Prozent) zu verkraften haben. Die Tageszeitungen verzeichnen ein Minus von 4,2 Prozent und erzielen 4,37 Milliarden Euro. Der Hörfunk mit seinen überwiegend lokalen und regionalen Geschäftsfeldern verlor 4,3 Prozent und erzielt nun 711 Millionen Euro.

Der Zehnjahresvergleich deutet auf allmähliche Veränderungen im proportionalen Verhältnis der Netto-Werbeeinnahmen hin. Spürbar gestiegen ist der Prozentwert für die Anzeigenblätter. Hielten sie erst 8 Anteilspunkte, sind es jetzt 10 Prozent. 1999 führten die Tageszeitungen die Rangliste mit 28 Prozent Anteil am Werbegeschäft noch deutlich an, zehn Jahre weiter im Jahr 2008 sind es nur noch 21 Prozent. Die TV-Sender haben in dieser Zeitspanne ihren Anteil von 20 Prozent durchgängig gehalten. Werbung per Post steigerte sich von 15 Prozent im Verlauf dieser Dekade zunächst auf 17 Prozent und liegt nun bei 16 Prozent. Allerdings wird diese systemwidrig in der Werbeträger-Statistik aufgeführt, da es sich bei Werbung per Post nicht um einen Werbeträger, sondern um ein Werbemittel handelt. Die Publikumszeitschriften starteten die Dekade mit 9 Prozent, hatten im Jahr 2003 ihren Zenit mit 10 Prozent und kommen nun auf 8 Prozent.

Anzeigenblätter erreichen 91,9 Millionen Auflage

Die Anzeigenblätter in Deutschland verzeichnen auch im Geschäftsjahr 2008 einen ungebrochenen Aufwärtstrend. Dies teilte der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) anlässlich seiner Frühjahrstagung in Berlin mit.

Zum ersten Mal konnte in einem Geschäftsjahr mit einem Netto-Werbeumsatz von 2,008 Mrd. € die 2-Milliarden-Grenze übersprungen werden. Mit einem Zuwachs von 37 Mio. € (+1,9 Prozent) bleiben die Anzeigenblätter der drittgrößte Werbeträger in Deutschland hinter den Tageszeitungen und dem Fernsehen.

Der BVDA meldet 1414 Anzeigenblatt-Titel mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 91,9 Mio. Exemplaren (Stand 1. Januar 2009). Rund zwei Drittel aller Anzeigenblätter erscheinen mittwochs und donnerstags (54,3 Mio. Exemplare), rund ein Drittel erscheint am Wochenende (34,2 Mio. Exemplare).

„Die Anzeigenblätter in Deutschland haben Ihre starke Position im Markt weiterhin gefestigt“, sagte Heiner Urhausen, Geschäftsführer des BVDA. „Das Umsatz-Ergebnis ist für die Gattung Anzeigenblatt ein großer Erfolg angesichts eines immer härteren Wettbewerbs und der gestiegenen Nutzung des Internets“, so Urhausen.

Er führt den Erfolg der Anzeigenblätter vor allem auf folgende Stärken der Gattung zurück: nahezu flächendeckende Verteilung mit hoher Haushaltsabdeckung, hohe Vertriebsqualität, sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis für Werbetreibende und eine feste Verankerung in lokalen und sublokalen Märkten.

Als besonders erfreulich bezeichnete Urhausen die Tatsache, dass die Relevanz des BVDA als Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage in einer weiter gestiegenen Marktabdeckung zum Ausdruck komme: Der Verband vertritt fast 70 Prozent der Gesamtauflage der Anzeigenblätter in Deutschland (ca. + 10 Prozent im Vergleich zum 1. Januar 2008).

Ergebnisse im Detail

Umsatz-Entwicklung

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2008 ein Netto-Werbeumsatz von 2,008 Mrd € erzielt; das sind 37 Mio oder 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. In Westdeutschland betrug der Zuwachs 16 Mio € (Vorjahr: 20,9 Mio €). Das entspricht einer Steigerung von + 1 Prozent. In Ostdeutschland fiel die Steigerung mit + 6,6 Prozent bzw. 21 Mio € höher aus.

Der Anteil des Beilagengeschäfts am Gesamtumsatz veränderte sich von 34,6 Prozent im Jahr 2007 auf 31,8 Prozent im Jahr 2008. Dies ist mit einer weiteren Abwanderung von Prospekten als Beilage zur Direktverteilung zu deuten.

Entwicklung der Titel-Anzahl

Für das Jahr 2009 (Stand 1. Januar) meldet der BVDA 1.414 Anzeigenblatt-Titel in Deutschland, dies sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr (2008: 1393). Im BVDA sind 902 Titel vertreten.

Entwicklung der Auflage

Für das Jahr 2009 (Stand 1. Januar) meldet der BVDA eine wöchentliche Anzeigenblatt-Auflage in Deutschland von 91,9 Mio. Exemplaren, dies sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2008: 90,8 Mio.). Mit 63,7 Mio. Exemplaren stellen die im BVDA organisierten Titel über 69,3 Prozent der Gesamtauflage.

Erscheinungstage der Anzeigenblätter

Im Vergleich zum Vorjahr verteilt sich die Erscheinungsweise fast unverändert vor allem auf die Wochenmitte und das Wochenende. Rund zwei Drittel aller Anzeigenblätter erscheinen mittwochs und donnerstags (907 Titel), rund ein Drittel erscheint am Wochenende (421 Titel).

Erscheinungsintervall der Anzeigenblätter

Die Erscheinungsintervalle der Anzeigenblätter sind nahezu unverändert: 96,4 Prozent aller Titel und 97,2 Prozent der Auflage erscheinen in einem wöchentlichen Intervall.

Anzeigenblätter in den Bundesländern

Die Verteilung der Anzeigenblätter in den einzelnen Bundesländern hinsichtlich Verlagen, Titeln und Auflagen spiegelt  im Großen und Ganzen die Bevölkerungsgröße und Wirtschaftskraft der jeweiligen Bundesländer wider. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine signifikanten Veränderungen in der Struktur.

Auflagengrößenklassen

Die meisten Anzeigenblatt-Titel (485) erscheinen in einer Auflagengröße von 25.001 bis 50.000 Exemplaren, ihre Auflage beträgt dabei insgesamt 25,5 Mio. Exemplare. Betrachtet man ausschließlich die Auflage liegen die Titel mit 50.001 bis 100.000 Exemplaren vorn, dicht gefolgt von den Titel mit über 200.000 Auflage (jeweils 25,5 bzw. 24,1 Mio.Exemplare.

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Konsumklima bleibt gegenüber Konjunktur robust

Trotz einer Flut negativer Meldungen zur konjunkturellen Entwicklung bleibe die Stimmung bei den Verbrauchern insgesamt nahezu unverändert. Dies ist ein Ergebnis der GfK-Konsumklima-Studie für März 2009. Zwar seien die Konjunktur- und Einkommenserwartungen leicht rückläufig, die Anschaffungsneigung bleibe jedoch auf gutem Niveau. Der Gesamtindikator zeigt sich angesichts der wirtschaftlichen Situation weiterhin robust.

Nach pessimistischen Konjunkturprognosen und Einbrüchen bei Produktion und Export haben sich die Konjunkturaussichten leicht abgeschwächt, die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung verlieren nur leicht.

Die Ergebnisse im Detail:

Nach Zugewinnen im Februar verliert die Konjunkturerwartung im März dieses Jahres 4,9 Punkte. Dieser Rückgang entspricht nahezu den Gewinnen aus dem Vormonat. Aktuell weist der Indikator -32,8 Punkte auf. Die Konsumenten sähen momentan noch wenig Grund, ihren Konjunkturpessimismus aufzugeben. Zudem dürfte die Angst um den Arbeitsplatz mehr und mehr in den Vordergrund treten. Dies überlagere vorerst noch die positive Wirkung, die das Konjunkturpaket II auf die Binnenkonjunktur ausübt.

Einkommenserwartung: geringe Verluste

Nach der überaus positiven Entwicklung der Einkommenserwartung, die im Februar fast 10 Punkte hinzugewonnen hat, bleibt der Indikator auch im März nahezu stabil. Die Einkommenserwartung sank nur minimal um 0,4 Punkte und weist aktuell -11,4 Zähler auf. Stützend wirke hier die weiterhin niedrige Inflationsrate. Zudem stärkten rückläufige Lebensmittel- und niedrige Energiepreise die Kaufkraft der Konsumenten, teilt die GfK mit.